FlowOx™ ist eine intermittierende Unterdrucktherapie

FlowOx™ ist ein medizinisches Gerät der Klasse IIa, das den Blutfluss zu den Beinen der Patienten durch die Anwendung eines negativen oszillierenden Drucks verbessert. FlowOx™ ist angenehm und kann verwendet werden, wenn die Patienten sich im Ruhezustand befinden. FlowOx™ erhöht den Blutfluss in den unteren Extremitäten vorübergehend um rund 60% in den kleinen Arterien und um mehr als 100% in den Kapillaren. FlowOx™ ist ein nicht-invasives Gerät, mit dem sich Patienten in der häuslichen Umgebung selbstständig behandeln können.

ANWENDUNG IM HÄUSLICHEN UMFELD

FlowOx™ ermöglicht eine aktive Behandlung zu Hause.

Otivio hat FlowOx™ für Patienten entwickelt, die unter den Auswirkungen der PAVK, beispielsweise Beinschmerzen und chronische Wunden, leiden. Erste langfristige Anwendungen zeigen einen erhöhten Blutfluss, Schmerzlinderung, Wundheilung und tragen zur Amputationsprävention bei.

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ANWENDUNG

Wie wird FlowOx™ genutzt?

FlowOx ist groß für einen Stiefel, aber klein für ein medizinisches Gerät. Das Gerät lässt sich perfekt zuhause verwenden und kann bei Bedarf leicht verstaut werden. Die Bedienung erfolgt einfach per Knopfdruck, weshalb es vom Patienten selbständig bedient werden kann.

Technische Daten

Steuereinheit (SE)4,232 KG
Verpackte SE5 kg (inklusive Netzteil)
Maße der verpackten SE38 x 35 x 56cm
Druckkammer (DK)2,537 KG
Verpackte DK4 kg (inklusive Montageteile)
Maße der verpackten DK57 x 31 x 48cm

Downloads

FlowOx™ 2.0 Quick Guide: Herunterladen

FlowOx 2.0 Instructions for Use (IFU) Manual / Bedienungsanleitung: Herunterladen

Intermittierender Unterdruck angewendet: Herunterladen

HILFE

Häufig gestellte Fragen

Was ist FlowOx™?

1. FlowOx™ ist ein System für die ursächliche Behandlung von Beschwerden der unteren Extremität, die im Zusammenhang mit einer PAVK auftreten, insbesondere Schmerzen, eine verringerte Gehfähigkeit und chronische Ulcera.

2. Die FlowOx-Technologie basiert auf einer getesteten und schonenden intermittierenden Unterdrucktechnologie.

3. Im Gegensatz zu anderen Vakuum-Therapien ist FlowOx™ einfach in der Anwendung und kostengünstig. Das Gerät ist so konzipiert, dass Patienten es im häuslichen Umfeld anwenden können.

Wie funktioniert FlowOx™?

1. FlowOx™ funktioniert durch „Trainieren“ der peripheren Blutzirkulation.

2. Durch wiederholte Wechsel zwischen einem leichten Unterdruck (-40 mmHg) und normalem Atmosphärendruck wird die natürliche Dynamik und Funktion des Gefäßsystems trainiert. Alles – von den kleinen Arterien bis zu den Kapillaren in den äußeren Schichten der Haut – wird von diesen Fluktuationen erreicht, wodurch sich die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verbessert, was wiederrum wesentlich für die Wiederherstellung und den Erhalt der normalen Funktion der Haut und der Muskulatur ist.

3. FlowOx™ behandelt somit die der eingeschränkten Mikrozirkulation zugrundeliegenden Ursachen und nicht nur die durch die mangelnde Mikrozirkulation verursachten Symptome.

Welche Patienten können von FlowOx™ profitieren?

FlowOx™ wird für Patienten über 18 Jahren empfohlen, die an Durchblutungsstörungen der unteren Gliedmaßen leiden, z.B.:
a) Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK),
b) Diabetische und nicht-diabetische arteriopathische Fuß- und Beingeschwüre,
c) Claudicatio Intermittens (“Schaufensterkrankheit”),
d) Fuß- und Unterschenkelgeschwüre gemischter Ätiologie in Verbindung mit Immobilität, wie Querschnittslähmung nach Wirbelsäulenverletzungen.

Welche Probleme können durch verminderte Mikrozirkulation verursacht werden?

1. Eine verminderte Mikrozirkulation kann zu einem Nährstoffmangel, zu mangelnder Sauerstoffversorgung und zu einem verringerten Abtransport von Metaboliten aus dem Gewebe führen.

2. Ischämischer Schmerz infolge der schlechten Sauerstoffversorgung des Gewebes

a) Schlechte Sauerstoffversorgung, die zu einer verringerten lokalen Immunfunktion und somit zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann.
b) Mangelnde Sauerstoffversorgung führt außerdem zu verminderter Fähigkeit zur Kollagenproduktion und schränkt somit das Selbstheilungsvermögen des Gewebes und die Fähigkeit des Körpers zur Bildung neuer Blutgefäße ein.

3. Mit der Zeit wird der Zustand chronisch und fortschreitend, was den Bedarf an langfristiger Schmerzbehandlung, Wundheilung und Palliativpflege erhöht.

4. Der Zustand verschlechtert sich häufig bis zu einem Stadium, in dem eine Amputation unvermeidbar ist.

Welche gesundheitsökonomischen Folgen hat eine zunehmend verschlechterte Mikrozirkulation in den Beinen?

1. Eine chronisch eingeschränkte periphere Zirkulation hat eine erhebliche und sich beschleunigende negative Auswirkung auf die Lebensqualität des Patienten.

2. Ein Hauptgrund für die schlechte Lebensqualität dieses Patiententyps sind die begrenzten Behandlungsoptionen (häufig auf Palliativpflege beschränkt).

3. Die finanzielle Belastung durch die Behandlung von Patienten mit einer unzureichenden peripheren Mikrozirkulation ist bereits hoch und nimmt weiter zu:

a) Die jährlichen Kosten der Behandlung chronischer Wunden belaufen sich auf ca. 9.570 EUR pro Patient.1

b) Etwa 40.000 Amputationen werden in Deutschland an Patienten mit Diabetes mellitus, oftmals begleitet durch eine PAVK, jährlich durchgeführt.2

c) Schätzungen zu Folge könnten bis zu 80% dieser Amputationen durch eine bessere Behandlung vermieden werden.3 Dazu gehört natürlich auch eine verbesserte Durchblutung, wie sie FlowOx™ erzeugen kann.3

4. Es wird erwartet, dass die Kosten sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen der geringeren Lebensqualität durch eine verminderte Mikrozirkulation mit der alternden Bevölkerung und der Zunahme von Diabeteserkrankungen erheblich steigen werden.4 Die Kosten für eine Amputation als Komplikation bei Diabetes mellitus und vielfach begleiteter PAVK kann mit ca. 14.284 € beziffert werden.5

Quellen:

1 Purwins S, Herberger K, Debus ES, Rustenbach SJ, Pelzer P, Rabe E, Schäfer E, Stadler R, Augustin M. Cost-of-illness of chronic leg ulcers in Germany. Int Wound J. 2010 Apr;7(2):97-102. doi: 10.1111/j. 1742-481X.2010.00660.x. PMID: 20599149
2 Diabetisches Fußsyndrom – der vergessene Gefäßpatient, Holger Lawall, Der Diabetologe, Volume 16, Seiten 339-348(2020)
3 Informationsdienst Wissenschaft (idw), Amputationen vermeiden, https://idw-online.de/de/news750547, entnommen am 29.12.2020
4 Diabetes in Deutschland – Zahlen und Fakten, Wissensschaftliche Unterstützung: Prof. Dr. Wolfgang Rathmann, Prof. Dr. Andrea Icks; https://www.diabinfo.de/zahlen-und-fakten.html, entnommen am 29.12.2020
5 Deutscher Gesundheitsbericht – Diabetes 2021, Deutsches Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, Verlag Kirchheim + Co GmbH, 2020, Seite 259

Was sind die Vorteile von FlowOx™?

1. Häusliche Behandlung. FlowOx™ ist so konzipiert, dass der Patient FlowOx™ selbstständig im häuslichen Umfeld anwenden kann. Dies wird die Belastung des primären als auch des sekundären Gesundheitssystems verringern.

2. FlowOx™ behandelt die zugrunde liegende Ursache – eine verminderte Mikrozirkulation. Der Einsatz von FlowOx™ wird, sobald die therapeutischen Ziele erreicht sind, zu einer Verringerung oder zum Wegfall der Notwendigkeit einer kontinuierlichen symptomatischen Behandlung führen.

3. Dies führt zu erheblichen gesundheitsökonomischen Einsparungen und – genauso wichtig – einer Verbesserung der Lebensqualität des einzelnen Patienten.

Welche Evidenz liegt für FlowOx™ vor?

Sundby, Ø., Høiseth, L., Irgens, I., Mathiesen, I., Lundgaard, E., Haugland, H., . . . Hisdal, J. (2018). Intermittent negative pressure applied to the lower limb increases foot macrocirculatory and microcirculatory blood flow pulsatility in people with spinal cord injury. Spinal Cord, 56(4).

Sundby, Ø., Høiseth, L., Mathiesen, I., Jørgensen, J., Sundhagen, J., & Hisdal, J. (2016). The effects of intermittent negative pressure on the lower extremities’ peripheral circulation and wound healing in four patients with lower limb ischemia and hard-to-heal leg ulcers: a case report. Physiological Reports, 4(20).

Sundby, Ø., Høiseth, L., Mathiesen, I., Jørgensen, J., Weedon-Fekjær, H., & Hisdal, J. (2016). Application of intermittent negative pressure on the lower extremity and its effect on macro- and microcirculation in the foot of healthy volunteers. Physiological Reports, 4(17).

Sundby, O., Høiseth, L., Mathiesen, I., Weedon-Fekjær, H., Sundhagen, J., & Hisdal, J. (2017). The acute effects of lower limb intermittent negative pressure on foot macro-and microcirculation in patients with peripheral arterial disease. PLoS ONE, 12(6).

Sundby, Ø., Irgens, I., Høiseth, L., Mathiesen, I., Lundgaard, E., Haugland, H., . . . Hisdal, J. (2018). Intermittent mild negative pressure applied to the lower limb in patients with spinal cord injury and chronic lower limb ulcers: A crossover pilot study. Spinal Cord, 56(4).

Hoel H, Høiseth LØ, Sandbæk G, Sundhagen O, Mathiesen I & Hisdal J, The acute effects of different levels of intermittent negative pressure on peripheral circulation in patients with peripheral artery disease. Physiological Reports Physiol Rep, 7 (20), 2019

Sophie M. Holder, Ellen A. Dawson, Áine Brislane, Jonny Hisdal, X Daniel J. Green, and Dick H. J. Thijssen, Fluctuation in shear rate, with unaltered mean shear rate, improves brachial artery flow-mediated dilation in healthy, young men. J Appl Physiol 126: 1687–1693, 2019

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